Elio Pellin: Wilder Beat. Wilde Zeiten (Cover)

Elio Pellin

Wilder Beat. Wilde Zeiten. Die Geschichte der Silver Biscuits

Kaum jemand erinnert sich noch an sie, dabei waren sie für einige Jahre die heißeste Band der Stadt: die Silver Biscuits. Die LP, die sie vor 55 Jahren aufgenommen haben, ist eine Rarität, die in keiner Sammlung der hiesigen Beat- und Rockgeschichte fehlen darf. Die Silver Biscuits, die hier ihre Geschichte erzählen, waren als Live-Band berüchtigt und galten als böse Buben: Stefan «Sticks» Anderegg, der auf alten Farbkübeln Schlagzeug spielen gelernt hat; Bassist Toni Lüdi, der bei einem Gig mit seinem Sprung auf ein paar Biergläser einen Großeinsatz der Polizei auslöste; und Gitarrist Walter «Watt» Balsiger, der aus alten Röhrenradios die ersten Verstärker gebaut hat. 
Bei den Aufnahmen schon nicht mehr bei den Silver Biscuits war Regula «Regi» Walder, die Sängerin, die auch gerne Bass gespielt hätte. Als die Jungs im Studio waren, saß sie in Hindelbank. Die Behörden hatten sie wegen «Oppositionshaltung und krankhaftem sittlichem Fehlverhalten» für zwei Jahre administrativ wegsperren lassen. 

Es waren wilde Zeiten. 

Caroline Singeisen Bern

Pimpinellas kleine Nachtmusik

Eines Nachts erwachen die Geschwister Johnni und Greti in ihren Kinderbetten. Irgendetwas lockt sie aus dem Haus: Draussen ist es zwar unheimlich, aber sie sind einfach zu gwundrig! Immer tiefer dringen sie vor in den Wald, in die bisher unbekannte Welt der Nacht und ihrer Wesen. Schliesslich hören sie die Flötenklänge der Waldhexe Pimpinella. Gemeinsam mit ihr und den Wesen des Waldes und der Nacht spielen Johnni und Greti die schönsten Melodien.

Am Ende der Nacht finden sich Johnni und Greti in ihren Betten wieder. Mit Pimpinellas Melodie im Ohr und mit dem Geheimnis ihres nächtlichen Ausfluges gehen Johnni und Greti in diesen neuen Tag.

 

Gabriela Muri

Melvil oder Das verfügbare Gedächtnis

Melvil Given entwickelt als Leiter einer Forschungsabteilung in Chicago digitale Technologien zur Übermittlung von Informationen. Daneben hat er ein eher ungewöhnliches Hobby – in seiner Freizeit erforscht Melvil die Wirkung von Farbe erzeugenden
Halluzinationszigaretten.

Während seiner Versuche mit den Zigaretten in den Wäldern Kanadas verliert Given zunehmend die Kontrolle: Die Farben seines Fernsehers verblassen, die Aussagen in den TV-Sendern beginnen sich zu wiederholen, die Bilder verschwinden. Irgendwann, inmitten von Fernsehgeräten und Fernbedienungen in seinem Wohnzimmer am Boden liegend, hat Given zwar nicht sein Leben, aber sich selbst verloren.

Echt oder fake? Gegenwärtig oder vergangen? Wer kontrolliert die Geräte, wer kontrolliert das Spiel?
Der Roman markiert die Schwelle vom analogen zum digitalen Zeitalter, als das World Wide Web eine
bessere Zukunft voller Annehmlichkeiten verhieß.

 

Reaktionen:

 

»Ein digitales Rauschen«. Rezension von Beat Mazenauer in Viceversa-Literatur

»Alles so schön bunt hier«. Rezension von Gabriele Haefs in Jungle World

 

Gabriela Muri forscht und lehrt als Kulturwissenschaftlerin an der Universität Zürich sowie an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Departement Soziale Arbeit. Sie befasst sich sowohl als Wissen‐ schaftlerin als auch als Autorin mit raum- und zeittheoretischen Fragestellungen, mit Event- und Jugendforschung sowie dem Wandel unseres Alltags durch Digitalisierung. Im Jahr 2001 lebte sie einige Monate als Stadtforscherin in Chicago. »Melvil« ist ihr erster Roman. 

Susann Klossek

Fatum. Drei Pfade ins Nichts

Was haben Ungarn, Indien, Tansania, Guatemala und Borneo gemein? Erst einmal gar nichts. Bis sie von Klossek heimgesucht werden. Danach ist nichts mehr, wie es war. Zumindest was das Innenleben der Autorin betrifft. Gedichte von unterwegs, die vom Leben fremder Kulturen berichten – aus der Sicht einer Frau, die sich aus den Fängen einer Amour fou zu befreien versucht.

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